Zum Inhalt gehen

Transkript

00:13

Generation, Alter oder Fähigkeiten: Wie erkennt man den perfekten Kandidaten oder die perfekte Kandidatin?

00:21

Nicht am Alter und nicht an der Generation, sondern bitte an den Fähigkeiten.

00:24

Eigentlich eine ganz kurze Antwort.Also das Generationen-Phänomen – da mache ich ein bisschen Aufklärungsarbeit –, das ist ein reines Werbephänomen der Medien.

00:33

Die haben da viel Spaß dran, Generationen zu benennen und denen irgendwelche lustigen Eigenschaften zuzuschreiben.

00:41

Ein bisschen Hintergrund dazu gibt es sicherlich.Wir wachsen alle unterschiedlich auf.

00:45

Ich sehe, wie meine Kinder ohne Probleme mit dem Handy hin-und herwischen.

00:51

Das kannte ich nicht.Ich habe mein erstes Handy mit 15 oder so gesehen und bekommen.

00:58

Das hatte noch Tasten.Also ja, es gibt in unterschiedlichen Generationen unterschiedliche Dinge, die wir lernen und können.

01:06

Dass wir deswegen der jüngsten Generation immer zuschreiben,dass sie unheimlich faul ist, das hat mich damals, als ich fertig war mit meinem Masterstudium oder in Richtung wo es zum Ende des Studiums ging, sehr, sehr getriggert.

01:20

Da stand überall Gen Y, zu der ich laut Statistik dazugehöre aufgrund meines Geburtenjahrgangs.

01:30

Die wollen nur Work-Life-Balance. Und das war der Moment, wo ich gesagt habe, irgendwie fühle ich mich gar nicht so.

01:37

Ich möchte gerne einen Job und ich möchte gerne einen richtigen Job und ich möchte gerne arbeiten und ich möchte gerne was bewegen.

01:42

Und das mit der Work-Life-Balance ist ja nett, aber das ist gar nicht meine oberste Priorität.

01:46

Was wollen die eigentlich alle von mir hier?Das stand aber in jedem Artikel.

01:49

Und ich habe mich dann dazu entschlossen, meine Masterarbeit über den Generationenvergleich Babyboomer X und Y zu der Zeit eben am Arbeitsmarkt zu schreiben, wie die unterschiedlich Work-Life-Balance-Angebote im Unternehmen wahrnehmen und welche sie gerne hätten.

02:09

Und bin mit dieser These da ran gegangen, dass eben Generationen unterschiedliche Dinge möchten und total auf die Nase gefallen, weil diese ganzen Thesen nicht signifikant waren, also sich als falsch herausgestellt haben.

02:24

Denn was kam am Ende heraus?Am Ende gilt immer das Lebensphasenmodell.

02:29

Und das wusste ich zu der Zeit nicht.Ja, ich hatte davon tatsächlich keine Ahnung.

02:32

Dafür hätte ich wahrscheinlich ein anderes Studium belegen müssen, dann wäre das mir schon früher klar geworden.

02:37

In der BWL war das einfach kein Thema.Dann habe ich einfach festgestellt, dass es eben häufig darum geht: In welcher Lebensphase befinde ich mich?

02:47

Und welches Benefit von Unternehmen – das ist das, was ich damals untersucht habe – brauche ich in welcher Lebensphase?

02:55

Zum Beispiel das Thema Kinderbetreuung brauche ich in der Lebensphase,in der ich Kinder habe.

02:59

Das hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht und könnte mir das heute sehr gut vorstellen, dass das ein Benefit ist, womit mich eine Firma tatsächlich bekommen würde.

03:07

Und in ein paar Jahren aber nicht mehr, weil dann ist das Thema auch wieder vorbei.

03:10

Und genau darum geht es.Es geht darum: Was braucht ein Mensch in welcher Lebensphase?

03:15

Deshalb passen auch nicht alle Benefits immer in alle Stellenanzeigen.

03:19

Beispielsweise passen nicht zwingend alle Benefits in Azubi-Stellenanzeigen.

03:25

Oder auch, wenn ich sage, dieser Job ist im Homeoffice und 100 % remote.

03:30

Was interessiert mich da die geförderte Kantine oder der Parkplatz vor dem Büro?Überhaupt nicht.

03:37

Das kann man tatsächlich pro Stellenanzeige anpassen.

03:39

Ich weiß, dass das ein riesen Aufwand ist und dass der sehr häufig hinten runterfällt.

03:46

Wäre aber schön. Wer noch mehr machen möchte und noch bessere Stellenanzeigen machen möchte, kümmert sich auch noch darum: Was möchte eigentlich meine Zielgruppe für